DER BUCHLADEN RÜGEN Gingst

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das kleine Literaturhaus am Markt in Gingst

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Im Reich der schönen Bücher
Die gebürtige Rüganerin Petra Dittrich organisiert in Gingst Lesungen mit bekannten Autoren. Und zieht damit viele Gäste an.

„Sie ist eine kleine Buchhändlerin, die Großartiges auf die Beine zu stellen vermag.“

Landolf Scherzer

So charakterisiert der in Thüringen lebende und mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller Landolf Scherzer die Petra Dittrich. Die 38-Jährige betreibt in Gingst, einem Ort im Westen der Insel Rügen, ein Geschäft und holt seit drei Jahren bekannte und weniger bekannte Autoren in ihren „BuchLaden“ am Markt.
Scherzer las im vergangenen April aus seinen Werken. Den Vortrag und die Lesung mit dem Theologen, Publizisten und Bürgerrechtler Friedrich Schorlemmer verlegte Petra Dittrich aufgrund der Resonanz in die nahe gelegene St. Jacobi Kirche. Vor wenigen Tagen fanden sich dort mehr als 250 Leute ein.
In der Region wird das Engagement von Petra Dittrich geschätzt.

„Sie ist eine echte Bereicherung für den Ort. Immer wieder höre ich von Gästen, wie sehr sie sich freuen, dass es bei uns solch ein Kleinod gibt“

Bürgermeister Jürgen Briese

Vor dem kleinen Laden mit den vielen Vogelhäuschen und den alten Koffern voller Bücher herrscht ständiges Treiben. Zu diesem gehören auch Kater Pauli und die Katze Ronja, die Petra Dittrich in einem Straßengraben fand und mit der Flasche aufzog.
Mit ihrem kleinen Reich der Bücher erfüllte sich die gelernte Verkehrskauffrau einen Traum. Ihren Job als Filialleiterin bei einem Hamburger Buchhandelsunternehmen hat sie dafür vor drei Jahren aufgegeben.

„Ich möchte anspruchsvolle Literatur anbieten. Und in einer Handelskette herrscht Quantität statt Qualität“

Petra Dittrich

 Auch in einer Bar in Amsterdam und für die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat sie gearbeitet. Aber die Arbeit mit Büchern fasziniere sie am meisten.

„Und nach 20 Jahren Großstadt wollte ich zurück ans Meer. Ein Inselkind bleibt eben ein Inselkind.“

Petra Dittrich

02.08.2010

Foto oben und Text : Janet Lindemann