Der Autor Rainer Moritz liest „Mein Vater, die Dinge und der Tod“

Foto: © Gunter Glücklich

Sonntag

21. Oktober 2018
Matinee zum Saisonende
11 Uhr
Neuerscheinung
Der  Autor Rainer Moritz liest  aus
„Mein Vater, die Dinge und der Tod“
Kunstmann Verlag
Kunstscheune Vaschvitz
Eintritt: 12 Euro

 

 

 

„Mein Vater, die Dinge und der Tod“ ist ein Buch über Trauer und Verlust, über eine Generation,
eine Zeit, aber auch ein Buch, das erzählt, wie wir uns erinnern.

zum Autor:
Mit Rainer Moritz –  Leiter des Literaturhauses in Hamburg –  arbeiten wir seit Jahren wunderbar zusammen und in diesem Jahr wird er, neben den vielen Moderationen bei uns, unsere Matinee zum Saisonende bestreiten.
Dr. Rainer Moritz, geboren 1958 in Heilbronn. Studium der Germanistik, Philosophie und Romanistik in Tübingen. Literaturwissenschaftliche Promotion 1988. Seit 1989 im Verlagswesen, zuletzt als Programmgeschäftsführer des Hoffmann und Campe Verlags, Hamburg. Seit 1985 Lehraufträge an Hochschulen, zuletzt an der Universität Bamberg und an der Universität der Künste Berlin. Vizepräsident der Marcel Proust Gesellschaft. Kritiker und Essayist, vor allem für Neue Zürcher Zeitung, Literarische Welt, Die Presse, Deutschlandfunk, Deutschlandradio.
Zum Buch
 »Ein Mensch lebt so lange, wie sich andere an ihn erinnern. Vielleicht denke ich deshalb häufiger an meinen Vater als zu seinen Lebzeiten. Weil die Selbstverständlichkeit seines Daseins fehlt.
Was für Erinnerungen sind es? Was haben Sie mit den Dingen seines Lebens zu tun, mit den Objekten, die ihn Tag für Tag umgaben?
Je länger ich an meinen toten Vater denke, desto mehr sprechen seine Dinge zu mir.«
Mein Vater, die Dinge und der Tod ist ein Buch über Erinnerung, wie wir es so noch nicht gelesen haben. Ein Buch über den toten Vater, ein Buch über eine Generation, über eine Zeit, aber auch ein Buch, das erzählt, wie wir uns erinnern. Wenn die Erinnerung spricht, sprechen die Dinge.
Da ist der Sessel, der von der Fußballleidenschaft des Vaters erzählt, von den Nächten, in denen der Wecker gestellt wurde, um legendäre Boxkämpfe nicht zu verpassen. Da das selbst gemalte Ölbild an der Wand, das an eine Begabung des jungen Vaters erinnert, die in seinem Leben auf der Stecke blieb.
Da die Uhr, ein Geschenk, das er zu einem Firmenjubiläum bekam, da der Bierkrug, der seine bayerische
Herkunft wachrief …
In den Alltagsdingen vergegenwärtigt Rainer Moritz ein ganzes Leben, eine ganze Welt, besonders und unwiederbringlich. Dieses so liebevolle wie unsentimentale Portrait seines Vaters in seiner Zeit erzählt davon, wie wir uns vergewissern, wer wir sind, wenn wir mit dem Tod, mit dem Tod der Eltern konfrontiert werden.