Friedrich Dönhoff liest „Die Welt ist so wie man sie sieht“

700084122Ausverkauft
Freitag
12. April 2013       19 Uhr 30
Der Autor Friedrich Dönhoff liest aus
„Die Welt ist so wie man sie sieht“
Erinnerungen an Marion Gräfin Dönhoff
Diogenes Verlag
Eintritt: 8 Euro (incl einem Glas Wein)

Viele Jahre lang war Marion Dönhoffs Großneffe Friedrich einer der Menschen, die ihr am nächsten standen. Er begleitete sie im Alltag und auf Reisen.
Wenn er davon erzählt, ist die tiefe Vertrautheit in jeder Zeile spürbar. Humor und Streitlust, Offenheit und Neugierde prägten diese ungewöhnliche Freundschaft – auch die eingestreuten Fotos aus dem Familienalbum vermitteln das. Das Buch enthält auch ein letztes Gespräch, das der Autor wenige Wochen vor ihrem Tod mit Marion Dönhoff führte. Sie erzählt von ihrer ostpreußischen Heimat, spricht über Familie und Glauben und zieht ein Resümee ihres Lebens.

„Selten war Marion Gräfin Dönhoff derart persönlich zu erleben“ Die ZEIT

Foto oben: Copyright © Marvin Zilm

978-3-257-24168-6

Liebe Bücherfreunde,

Die erste Lesung in diesem Jahr und der Abend mit Friedrich Dönhoff war
einfach grandios.Ich bin jetzt noch ganz erfüllt.

Auch das Publikum war begeistert von den Schilderungen und Erinnerungen Dönhoffs, aber auch von seinem unglaublich symphatischem erscheinen. Eine gelungene Mischung aus ernsthaften Gedanken und Schilderungen Marion Dönhoffs über ihre Reisen in die alte Heimat Friedrichstein-Ostpreußen, über Verlust der Heimat und Vertreibung bishin zu heiteren Episoden – z.B.einer 1600km langen Fahrt Richtung Osten nach Kaliningrad mit Kants Denkmal auf dem Rücksitz einer alten Ente. Wenn dem Neffen der Fuß einzuschlafen drohte, drückte die Gräfin schon mal richtig drauf aufs Gaspedal. Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass die Texte Marion Dönhoffs zeitlos und aktueller denn je sind, besonders die Ausführungen über die „Zivilisation des Kapitalismus“ von immerhin 1994, erst recht gütlig für das Jahr 2013.

Im zweiten Teil des Abends erzählte Friedrich Dönhoff  sehr bildhaft über seine Erlebnisse mit der Gräfin, bei der er lange während seines Studiums in Hamburg lebte  und mit der er viel auf Reisen war und deren Erleben er mit einer „Schatztruhe“ verglich, deren Wert man erst viel später entdeckt und garnicht ermessen kann, aber auch davon, dass so ein
Schatz auch manchmal schwer wiegt. Es wird ganz sicher einen weiteren Abend mit ihm geben, selbstverständlich sage ich rechtzeitig Bescheid.

herzliche Grüße von Ihrer und Eurer Buchhändlerin
Petra Dittrich