
Literaturempfehlungen – Beate Bohmann- Neuerscheinungen Herbst & Winter



Samstag
„Möwen“ Matthes & Seitz Verlag sind Vögel der Hoffnung und des Schreckens. Sie verkünden auf hoher See den rettenden Hafen ebenso wie den tödlichen Sturm. In den Werken der Alten Meister deuteten sie den Weltuntergang an, der sich nicht erst heute im Wechsel von Dürren und Wolkenbrüchen zeigt, und als Die Möwe Jonathan haben sie Generationen von Kindern unterhalten. Der Autor, Dramaturg und Regisseur Holger Teschke folgt den Zügen dieses weiß-grauen Vogels, von dem es heute 55 bekannte Arten gibt, einmal rund um den Globus. Denn Möwen haben sich an beinahe alle Lebensräume der Welt angepasst, und so finden sie heute nicht nur in Häfen und an Küsten, sondern immer öfter auch im Binnenland ihre Nist- und Brutplätze, wohin sie die karge Nahrung der überfischten Meere verdrängt. Selbst in Berlin brüten sie schon auf den Dächern über der Stadt. Und dann ist da noch der Seemannsaberglaube, der besagt, dass die Seelen toter Seeleute in Möwen ihr zweites Quartier finden. Von Möwen lernen heißt also, sich zu erinnern lernen. Wer einer Möwe aufmerksam in ihre Pupillen blickt, der wird erkennen, dass nichts und niemand sie aufhalten wird.
„Mein Rügen“ mare Verlag

Ein Klassiker in edler Ausstattung – nicht nur für Fans des Musicals
Im prachtvollen Pariser Opernhaus wird zu Ehren der neuen Direktoren eine Gala gegeben. Als die Hauptdarstellerin erkrankt, ergreift die junge Sängerin Christine Daaé die Gelegenheit. Doch hinter den mondänen Kulissen lauert etwas Dunkles – das Phantom, ein mysteriöser Musikgenius, der sein entstelltes Gesicht hinter einer Maske verbirgt. Kurz nachdem Christine die Bühne betreten hat, ereignen sich geheimnisvolle Unfälle …
Neu übersetzt von Rainer Moritz und illustriert von Michèle Ganser, entführt Gaston Leroux’ Roman in eine Welt, in der die Musik nicht nur die Seele berührt, sondern ein gefährliches Spiel zwischen Liebe und Leidenschaft entfacht. Erstmals mit dabei: ein unbekanntes Kapitel, das nach der Ersterscheinung von Leroux gestrichen wurde.
»Mit dem ›Phantom der Oper‹, einem der großen Romane über das 19. Jahrhundert, hat Gaston Leroux dieser Gattung zur Apotheose verholfen.«
Walter Benjamin
Gaston Leroux (1868–1927) arbeitete zunächst als Kritiker und Gerichtsreporter. Le fantôme de l’opéra war zunächst mäßig erfolgreich, bevor mit der Hollywood-Verfilmung 1927 sein Siegeszug begann, der in der Musicaladaption 1975 seine Fortführung fand.
Der Übersetzer:
Rainer Moritz, geb. 1958, leitet das Literaturhaus Hamburg. Er ist Übersetzer, Literaturkritiker und Autor zahlreicher Bücher.


AUSVERKAUFT

Samstag







AUSVERKAUFT